Bitte wählen Sie einen meiner Themenbereiche aus, um mehr darüber zu erfahren.


Deprecated: Function create_function() is deprecated in /home/aticich/www/atici-2015/kirby/toolkit/lib/html.php on line 105
Frühförderung

«Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr», sagt ein altes Sprichwort. Und ausser, dass der Vorname nicht mehr so beliebt ist, der Inhalt trifft heute immer noch zu. Was in jungen Jahren versäumt wird, kann später nur noch mit besonderer Anstrengung auf- und nachgeholt werden.

Chancengleichheit in Gefahr

Gemäss der Forschungsstelle für Bildungsökonomie der Universität Bern schicken 63 % der Eltern ihre Kinder in die Nachhilfe. Die Studie zeigt, dass vor allem Kinder aus begüterten Familien in den Genuss von privatem Förderunterricht kommen. Sollte der Schulerfolg vom Geldbeutel abhängig sein, ist die Chancengleichheit in Gefahr.
Tagesschulen wären hier eine Lösung. Damit gäbe es keinen Anlass mehr für Nachhilfe. Eine weitere Lösung ist, dass die Schulen insgesamt den individuellen Lernbedürfnissen der Kinder eher und mehr gerecht werden.

Kleine Kinder bilden sich selbst

Es ist keinesfalls mein Ziel, schulische Inhalte ins Kleinkindalter vorzuverlegen. Das ist nicht mit frühkindlicher Bildung gemeint. Vielmehr ist es gründlich erforscht und belegt, dass kleine Kinder ganzheitlich lernen. Das heisst, sie lernen nicht nur mit dem Kopf, sondern emotional und sozial, über vielfältige Wege entlang ihrer Interessen – durch Bewegung, Nachahmen, Ausprobieren, Beobachten, Fragen und Wiederholen. Kleine Kinder müssen nicht gebildet werden, sie bilden sich selbst. Damit dies gelingt, sind Kinder jedoch auf eine stimulierende Umgebung angewiesen, in der sie selbständig aktiv werden und die sie mitgestalten können. Ausserdem brauchen sie «die verlässliche Begleitung durch eine kleine Zahl Menschen, die verfügbar und an jedem Einzelnen von ihnen interessiert sind». Bieten wir ihnen so früh wie möglich die Chance.